Samstag, 7. Februar 2015

KLOMUNE: Dieser Hohn muss aufhören!

Heute ist der 6. Februar und ich bin mit 1800 Franken im Soll. Das RAV lässt mich immer noch hängen, weil mir gekündigt wurde, da ich eine Änderungskündigung von Tamedia aufgrund meines damaligen Gesundheitszustands zu wenig beachtet und zurückgegeben habe, die neuen Arbeitsverträge mit weniger Lohn und mehr Arbeit waren für mich eine Art Tritt in den Hintern, der mich 8 Wochen arbeitsunfähig machte. 

Ich ignorierte die neuen Arbeitsverträge weiterhin, als ich zur Arbeit zurückkehrte. Darauf wurde ich gefeuert, sehr freundlich aber, das muss ich sagen. Ich muss ihnen wohl leid getan haben. Nach 12 Jahren wurde ich dem Medienunternehmen zu teuer und erhielt die Kündigung. Bin also arbeitslos und habe Anspruch auf Arbeitslosenhilfe, die ich aber noch nicht erhalten habe, weil, so wie ich es verstanden habe, die Gewerkschaft UNIA abklären möchte, ob ich Anspruch auf Arbeitslosenhilfe habe. Und nun behandelt mich die Gewerkschaft UNIA ziemlich grob. Ich vermute, dass die Nachforschungen über die Unzumutbarkeit meines letzten Jobs dazu geführt haben, dass die Kasse zugemacht wurde. Die Kasse, in die ich jahrelang eingezahlt habe.

Ich bin nun über einen Monat arbeitslos und habe noch kein Geld von der Arbeitslosenkasse erhalten und auch keinen Brief zu diesem Thema. Wie das sich anfühlt, möchte ich mal für mich behalten. Stinksauer bin ich. Und überlege, was die Arbeitswelt und die damit verbundene Nichtarbeitswelt bedeutet. Was macht das mit mir? 


UNIA-Briefe klingen anders

Heute im Schweizer Radiosender Radio24 quatschte doch tatsächlich ein Vertreter der Gewerkschaft Unia darüber, dass es bedenklich sei, dass Firmen von ihren Mitarbeitern neuerdings, ähm, ich sage mal "widerstandslosen Gehorsam", sprich weniger Lohn plus mehr Arbeit, verlangen. Die Firma Tamedia erwähnte der Herr in diesem Zusammenhang wohl nicht. Mehr Details konnten wir auf die Schnelle nicht aufschnappen, aber es ging um eine Schweizer Firma, glaube ich, mit einem deutschen Chef, der erklärte, dass die Angestellten mehr arbeiten müssen und weniger Lohn bekommen, weil der Schweizer Frankenstein die 1.20-Grenze aufgehoben hat und für die EU zu teuer wird. Und, und, und... Ich weiss es nicht. Was rät einem da die Gewerkschaft, auf welcher Seite steht sie? 

Das finde ich sehr aufregend. Dieselbe Gewerkschaft, die bei mir herumbohrt und noch genau wissen will, wie unzumutbar meine Arbeitsbedingungen geworden waren, kräht auf irgendeinem Misthaufen im Radio, also Medien...., ein Lied, bei dem der Ton völlig anders klingt als die beiden Bohrnasen-Briefe, die ich von der Gewerkschaft bekommen habe. Seltsam. 

Nun muss ich mal was klarstellen: Das Kapital von Organisationen wie RAV und UNIA sind MENSCHEN. Doch sie behandeln uns wie Geld. Sie sparen an uns. Genau wie Arbeitgeber. 

Wer hier wirklich seine Arbeit gibt (arbeitGEBER), das bin ich. Und wer meine Arbeit nimmt, das wissen wir. Was die mit meinem MEHRwert machen, wissen wir auch. Die sollen jetzt endlich mal ihre Klappe halten und runter von ihrem Podest. Und die UNIA soll wirklich mal die Arbeiter vertreten, statt sie im Auftrag der ARBEITGEBER weiterzutreten in den nächsten, enorm interessanten, gut bezahlten Job, der einen echt weiterbringt, tätärätäää! 

Eine echte Arbeit von Menschen für Menschen setzt aber Wertschätzung voraus. Die kann erst zustande kommen, wenn alle Menschen gleich sind und echte Menschenrechte eine Selbstverständlichkeit werden. Dies war aber bei der Krise in Spanien anders! Menschen verloren ihr Heim, ihre Jobs und Familien oder sie flüchteten in andere Länder. Amen, ich sage euch, das Wort Wirtschaftsflüchtlinge ist mir hier echt zu schwach! Das sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, sondern POLITISCHE Flüchtlinge. Das macht und machte schon immer die PoLiTik. Sie ist grundfaul! 


Würde Doris Leuthard mir den Strom abstellen? 

Zurück zu dem, was in Griechenland oder Spanien passiert ist - oder ists schon überall in Europa so, nur die Lügenfresse hält weiter das Maul und lebt von Schweigegeld (WerBung)? - ich erinnere mich daran, dass ein Mädchen oder gar die ganze Familie vor Kälte gestorben ist. Die Eltern hatten eine Explosion verursacht, als sie irgendwie Wärme in die Bude bringen wollten. Jetzt möchte ich aber wissen: Wie weit sind die Schweizer Behördenmenschen bereit zu gehen? Wenn ich jetzt meinen Strom nicht mehr zahlen könnte, würden sie mir den Strom abstellen und mich verrecken lassen im Winter? Es soll Beamte geben, die den Strom etc. anliessenin Griechenland und/oder Spanien. Das war wohl okay so. Für die. Wer? Ja, so Einzelne sind das. 

Ich möchte echt wissen, was wir, ob so Einzelne oder viele, in der Schweiz ("Gehen Sie doch zu Pfarrer Sieber!"*) jetzt tun. Ich finde das eine völlig berechtigte und wichtige Frage der Menschlichkeit. Ich möchte, dass man über so etwas auch mal diskutiert. Wen soll ich fragen? Au ja: Doris Leuthard! "Würden Sie mir den Strom abstellen?" Und: "Haben Sie mal einen Staatsangestellten gesehen, der mit alten Schuhen und zerrissenen Klamotten herumläuft? Warum ist das so?" Das wird ein offener Brief. 

So, jetzt gehts mir besser. Schrei(b)en hilft ;-)

* Noch so eine Medienente der Gratiszeitung "20Minuten", die offenbar so übernommen wurde von Selbstbestimmung.ch, noch so eine Möchtegern-Zeitung: 

http://selbstbestimmung.ch/gesellschaft/langnau-am-albis-sozialamt-sagte-ich-solle-zu-pfarrer-sieber-gehen/

Ich glaube hier das Wenigste. Es ist reine Propaganda, um die Menschen daran zu gewöhnen, was ihnen blüht. Brennende Fragen werden nie offen diskutiert, sondern erst von den Medien, und dann von irgendwelchen Experten zerredet, bis man zum Schluss kommen soll, dass alles okay ist, wie es ist. 

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