Donnerstag, 14. August 2014

KLOMUNE: Bullenstaaten überall

Lobbys, Waffen, Menschenhandel und natürlich Blutschröpfung der Bevölkerung. Das ist die Basis eines jeden (demokratischen) Staates. Permanente Bevormundung und Steuersklaverei, Arbeitssklaverei. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich lieber ein Sandkorn auf dem Planeten Merkur geblieben. 

Wir haben ernsthafte Probleme mit Polizeistaaten. Man wird auf Verdacht festgenommen und wie ein Verbrecher behandelt oder gleich abgeknallt. Während ich hier tippe, schmiert, zischt und donnert ein Kampfflieger über meinen Kopf hinweg. Machtdemonstration. "Das ist so, das war schon immer so" ist das dümmste Argument und sogar keins!  

Nun muss ich eine Strafe von 150 Franken zahlen für den ersten Abend in diesem Sommer auf meinem Balkon – mit Freunden. Man sei zu laut gewesen und nein, es reiche nicht, dass man einfach reinginge, sagte Herr Ruckstuhl. Damit die Polizei wieder ging, musste irgendeiner der Balkonbewohner bitteschön seinen/ihren Ausweis zeigen. Das Ausrücken der Polizei, nur weil Leute auf einem Balkon sitzen - ist peinlich. Was ist das für eine Nachbarschaft! Das ist peinlich. Man hätte uns einfach rüberrufen oder anrufen können und sagen, dass wir stören. Zwischendurch lachte jemand laut, aber wir waren ansonsten ruhig, sangen nicht und spielten keine Musik. 

Ich könnte dagegen Einspruch erheben. Doch das könnte noch schlimmere Folgen haben für mich und die Kassen der Firma Polizei, die auf Profit aus ist, noch mehr füllen. Die beiden Polizisten wollten mich verhaften, weil ich ihnen mitteilte, dass sie keinen Ausweis sehen würden und für uns die Angelegenheit mit dem Verlassen des Balkons erledigt sei. Sie waren zu zweit und riefen eine weitere Streife für meine Verhaftung. Ich war baff und zeigte dann meinen Ausweis, doch auch daran haben die Polizisten mich zunächst gehindert. 

Mittlerweile muss ich satte 300 Franken zahlen dafür, dass wir an jenem Abend bereit waren, sofort ins Haus zu gehen, damit der Beschwerdemensch seine Ruhe hat. Allerdings sah ich nicht ein, dass hier noch Personalien aufgenommen werden sollten. Als ich begriff, dass sie es ernst meinten, wollte ich ins Haus, um meinen Ausweis zu holen, und wurde zwei- oder dreimal daran gehindert mit der Begründung "Fluchtgefahr". Zudem nahm mir der Polizist Ruckstuhl das Handy weg. Dreimal sagte er "Sie sind peinlich" zu mir. Mein Ausweis musste dann per Luftfracht vom Balkon heruntergeworfen werden, da ich ja nicht ins Haus gehen durfte. Als die Herren Polizisten ihre "Beute" bekommen hatten, steckten sie ihre Köpfe auf der Motorhaube zusammen, wo mein Ausweis lag, und fielen mit Taschenlampen über das Ding her. Herr Ruckstuhl war nicht einmal imstande, meinen korrekten Namen, Beruf und vor allem meine Adresse zu notieren, dabei standen wir eine halbe Stunde vor meinem Haus! Das ist peinlich, Herr Ruckstuhl! Als die mittlerweile fünf oder sechs Männer mich fertiggemacht hatten, drückten sie mir noch eine Rechnung über 150 Franken in die Hand. "Die fasse ich nicht an, bitte schicken Sie sie mir per Post", antwortete ich. Da packten die Staatsdiener mir noch 150 Franken Gebühren drauf. Also musste ich noch einen Einspruch erheben gegen diese Gebühr. Nach einer Stunde reden auf einer Behörde einigte man sich auf die 150 Franken. 

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