Sonntag, 18. Mai 2014

KLOMUNE: Darth Vader bittet Schweizer an die Urne

Heute wählt die die Hälfte der Schweizer Stimmbürger. Erdogan wurde auch gewählt. Und jetzt tritt er als Vertreter des klassischen Volksvertreters das Volk. 

Unter uns gesagt ist er doch ein tüchtiger Volkstreter wie alle Treter von Darth Vader (Vater Staat), die ihre Untertanen auf die gute alte Mittelalterliche versklaven. Es ist unmöglich geworden, zu bestimmen, wo man leben möchte. Zu viele Hürden, Behördengänge und Zwangsabgaben lauern an jeder Ecke (Gebühren für irgendwelche Dokumente, das Notariat sahnt zum Beispiel gehörig ab für jeden Wisch, den es ausstellt). Wir sind umzingelt von diesen mittelalterlichen Wegelagerern, die einem etwas abknöpfen, wenn man "ihren" Weg betritt. Wenns dann schiefgeht, kommt noch die Spanish Inquisition mit den comfy cushions (eine gemütliche Kissenschlacht ist doch immer nett). Die Staatsgewalt macht es anders als Monty Python. Sie sperrt Menschen mit einem erfundenen Grund ein und kassiert. Die Kastenwagen der Polizei müssen gefüllt werden. Ich bin sicher, dass die Polizei ordentliche Kopfprämien einsackt. 

Währenddessen kreiert Darth Vader fleissig Geld aus Luft für die Banken, die einen Bürger nach dem anderen für Kreditunwürdig erklären und einem das Dach unterm Boden wegziehen. So geschiehts in Europa täglich, so geschiehts auch in der Schweiz. Just geschehen bei einem Ökohaus, das so gut wie fertig war. Jedoch strich die Bank zum Schluss den Kredit und kaufte (und verkaufte) das Haus selbst. Die Mieten werden immer höher, was die Wirtschaft ungemein ankurbelt, weil der Arbeiter und die Arbeiterin sich dazu gezwungen sieht, täglich seine acht bis achtzig Stunden abzuarbeiten, um seinen bzw. ihren "Lebensstandard" aufrechtzuerhalten. 

Gearbeitet wird hier immer und sogar gern und aus Angst. Man hat hier gern Angst. Das treibt an. Das hält das Hamsterrad am Laufen. Überproduktion als Folge der Wachstumslüge auf der einen Seite, Armut auf der anderen Seite. Das Verteilungsproblem wird immer problematischer. Doch die Hauptsache ist und bleibt, dass man das Ego nährt und die Angst innendrin stets nach aussen richtet. Gegen Pädophile, gegen die faulen Fleissigen, die meinen, sie hätten einen Mindestlohn verdient. Wer mehr will, kann nicht mehr arbeiten, als der Tag Stunden hat. Wenn er oder sie dann eines 24-Stunden-Tages auf die Idee kommt, Drogen oder seinen/ihren Körper zu verkaufen, ist das wunderbar. So geht der Polizei und der Staatsgewalt nie die Arbeit aus. Und reiche Bonzen verköstigen sich am allerliebsten an ebendiesen "verbotenen Früchtchen". Denn der Druck, den sie aufbauen, muss aufrechterhalten werden. Sie müssen ja expandieren, wachsen und wichsen in die Höhe, bis sie aufsteigen wie ein Heliumballon und platzen. 

Selten platzen sie wirklich. Meistens geht es "gut". Denn der Wähler hält alles am Laufen. Die Gebühren, die Steuern, der Paragrafenreiter, alle galoppieren sinnlos herum und geben dieser Sinnlosigkeit einen imaginären Sinn, indem sie abstimmen und ihre Stimme abgeben, bis sie gar nichts mehr zu sagen haben und Darth Vader sie komplett regiert, be-steuert und auf gut Deutsch gesagt verarscht. Die halbe Schweizer Stimmbevölkerung, also mal ganz frech gesagt die SVP-Wähler, waren im vorletzten Jahr (oder wars letztes Jahr?) gegen eine fünfte Urlaubswoche. Vier Wochen reichen, weil sonst die Wirtschaft bachabgehen würde, war das Argument. 

Fragt sich, wer von der Kneipen-Wirtschaft profitiert. Es ist der Wirt. Es ist Ivan Glasenberg vom Weltkonzern Glencore, es ist Ermotti von der UBS, der nebenbei Luxushotels aufkauft, in denen sich Reiche erholen können (von was eigentlich?), es sind diejenigen, die namenlos über ihnen stehen, es sind eben die Wenigen, die die vielen in Schach halten. Guckt sie euch an, eure abgesegneten Meineidigen Brady Dougan, Philipp Hildebrandt, Bill Clinton & Co. Die Credit Suisse unterschreibt ohne Wimpernzucken eine Erklärung, in der geschrieben steht, dass sie ein kriminelles Unternehmen ist. Ja, die Credit Suisse unter-nimmt eben gern. Credit, was heisst das eigentlich? Credere heisst glauben, vertrauen, anvertrauen. Glauben, also nicht wissen, sondern eben dieses schwächliche, kleinliche glauben, das jedem Rappen, der aus Luft kreiert wurde und keinen Wert hat, hinterherspringt. Echte Lebensqualität beinhaltet mehr als nur Güter, nämlich Zeit. Ich rede letztendlich von Zeitdieben, die unsere Lebenszeit stehlen. Man lebt übrigens nur einmal, aber wer keine Zeit hat, kann nicht einmal darüber nachdenken, weil er eben keine Zeit hat. 

Schaut sie euch also an, die Meineidigen, denen man credere, glauben, soll, schaut, was sie uns da kredenzen. Es sind doch auch nur Menschen! Dougan von der Credit Suisse ist schon eingeknickt nach seinem Meineid und musste seinen "Arbeit"-Geber zum Kriminellen erklären. Wem gegenüber erklärte er die US-Filiale der CS zum Kriminellen? Den USA gab er diese Erklärung, einem anderen Betrüger also. Kriminelle, die ihre Schwester- und Bruderfirmen zu Kriminellen erklären, das ist was ganz Neues. Bald müssen sie sich also selbst an die Nase fassen und sich zu stinknormalen kriminellen Menschen erklären. Aber Vorsicht! Wird irgendein Name fallen? In den Medien? Nein. Es sind höchstens Initialien, die durchsickern. Wer aber Suizid begeht, wird mit vollem Namen erwähnt. Also der eine Chef von der Zurich-Versicherung oder der deutsche Chef der Swisscom. Ein Zückerchen fürs neidische Fussvolk gab es jedoch. Kweku Adoboli, dieser niedliche Kerl, der so unschuldig dreinschaut. Wie dieses Chaos sich weiterentwickelt, ist nicht voraussagbar, denn das Ding ist ein Selbstläufer. Man schiebt vieles auf "den Markt, der sich selbst reguliert". Und man ist gern too big to fail. 

Zurück zu den heutigen Wahlen. Die halbe Stimmbürgerschaft will nicht einmal den Mindestlohn, so viel ist sicher. Eine Woche mehr Urlaub wurde bereits zur Asche in, ähm, an der Urne der heiligen direkten Wirtschaftsdemokratie. Auch das Bedingungslose Grundeinkommen wurde eingeäschert und in die Urne gekippt, weil die Schutzmauern der Betonhäuser, die von billigen Arbeitern aus Italien gebaut wurden, einfach zu dick sind für Neues. Es ist ja auch wirklich schwer, sich ein Leben ohne Sorgen vorzustellen, das in den eigenen Händen liegt. Eigenverantwortung ist geschrumpft zu Konsum- und Vorlieben-Wirtschaft, zu Luxusabstimmungen, die schon von Natur aus nicht das Problem an der Wurzel packen können, da der Staat ein sinnlos wucherndes Krebsgeschwür ist, das einem Chaos dient. Oben auf dieser geschlagenen Brühe wird abgesahnt. Und die Sahne wird immer dünner, während Essen vernichtet wird, weil eben...gewachsen, gewichst und weitergeschlafen wird. Während weiter fleissig Waffen  verkauft werden und der alte Schwede sich öffentlich zum Vertreter der Wirtschaft erklärt, auch der Waffenindustrie! Der Gripen wird garantiert gekauft. So oder so. Und jetzt ist es echt Zeit, aufzustehen. Der Anfang ist Beobachten, mehr denken und vor allem mehr fühlen. Dann kommt Zivilcourage.

Schweizer, wacht auf! Ihr seid die Kühe der Politik. Und ihr wählt den Käse eurer eigenen Milch! Der Rest, der Nichtwähler also und die vielen nicht stimmberechtigten Mitbürgerinnen und -bürger, träumen weiter. Im besten Fall träumen sie von der Welt, wie sie bald sein wird. Wer hat hier den Mehrwert? Wer gewinnt? Die Träumer natürlich! Weil Träume werden wahr. Und Käse fängt irgendwann an zu stinken. 

Ach übrigens: Frankfurt wird das Handelszentrum für die chinesische Währung Yuan, so stand es in Spiegel online (Link s. u.). Wer hätte das gedacht! Und Erdogan befreit uns vom Islam, ob ers will oder nicht. Die Iranerinnen habens schon gecheckt und legen ihre Kopftücher ab.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zentralbanken-frankfurt-wird-handelszentrum-fuer-chinas-waehrung-yuan-a-961378.html






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