Donnerstag, 3. Oktober 2013

KLOMUNE: Was wehtut - wird transformiert

In der Schweiz will man Gerechtigkeit für die Reichen. Das war schon immer so. Auch die Initiative 1:12, über die demnächst abgestimmt werden soll, entspringt diesem Geist. 

Ein zu zwölf heisst nichts anderes als dass beispielsweise der Obermacker der UBS, er heisst momentan Ermotti, nicht mehr verdienen soll als das Zwölffache derjenigen Arbeitssklavin, die ganz unten in der Lohnskala den Dreck wegmacht. Das heisst, die Putzfrau verdient nicht mehr, sondern Ermotti weniger. Weniger ist mehr? Es müsste genau umgekehrt sein, nämlich dass der aktuelle Lohn von Herrn Ermotti so bleibt, wie er ist. Und dass der Lohn der Putzfrau, die immerhin Dreck wegmacht, statt ihn zu verursachen, auf ein Zwölftel von Ermottis Lohn aufgestockt wird. 

Mir tut momentan etwas ganz anderes weh. Ignoranz am Arbeitsplatz könnte man es nennen. Da entdecke ich einen kongenialen Fehler, melde es dem gestressten Zeitungsmenschen und kassiere sein dickes Ego, das auf dem Fehler beharrt. So viel zum Putzfrauendasein bei einer Zeitung. Nicht mal mehr putzen darf man. Wenn der Shutdown hier endlich ankommt, lege ich die Zeitung, ähm, Arbeit nieder und wende mich der Korrektur meines Buches zu, mache lange Spaziergänge, lache, meditiere und gehe in die Sauna mit meinem kongenialen Schatz. Habe schon geübt und einen kleinen Streik probiert. Niemand hats bemerkt. Grummel! 

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