Sonntag, 7. April 2013

Japan, Offshore-Leaks und warum nicht Island?

Titel über Texten spielen keine Rolle. Sie müssen knallen und die Eckdaten umfassen. Ich tippe im Büro und habe Pause. Was passiert hier momentan? Und wie lässt es sich mit meinem Leben vereinbaren? Wo stehe ich? Hänge ich noch am Alten oder bin ich wirklich bereit, alles Materielle loszulassen? Soll ich gemütlich warten, bis ich auf das neue System, das direkt aus dem Herzen kommen muss, umschwenke? Ich trage eine Verantwortung für das, was ich tue. Allerdings will ich nicht zum verbissenen Gutmenschen mutieren. Die Dinge sind so, wie sie sind. Und momentan präsentieren sie sich mir wie folgt:

In meinem Horoskop stand heute in der SonntagsZeitung, dass mir beruflich alle Türen offenstünden. Soll ich endlich kündigen? Schliesslich lebe ich bereits aus dem Container, um mein bisschen Geld nicht in den Supermarkt einzuschiessen, der sein Personal mies bezahlt und behandelt. Ja, ich bin bereit, aus dem System auszusteigen. Manche tun das in den USA bereits mit der Option "Arsch mit denselben Mitteln schlagen" und verfassen juristische Formulare zum Staatsaustritt (OPPT).

* In Japan kackt die Dampfe immer mehr. Bloggerin Mari Takenouchi flehte heute auf Twitter um die Evakuierung der Insel (Savekidsjapan.blogspot.com). 

* Ralph Boes (Fuer-grundeinkommen.de), bekannt geworden als schlagfertiger Hartz-4-Empfänger bei Maischberger, ist im 8. Tag seines zweiten Hungerstreiks, weil die Zahlungen vorübergehend eingestellt wurden (Boes nennts "Sanktionshungern"). Wussten Sie schon, dass Hartz-4-Empfänger nicht verreisen dürfen?

* Das Thema (Massen)vergewaltigung scheint aus dem Fokus zu sein. Trotz der vielen Nachahmungstaten in Indien, die man nicht für möglich gehalten hätte, scheint Vergewaltigung nicht weiter schlimm zu sein. Ich fände es nicht verwunderlich, wenn die Sportmafia die "Vergewohltätigung" zur olympischen Disziplin ernennt. So verrückt ist unser "System", das vom kopflosen Wunder namens Markt geregelt wird. Ein anderes kopfloses Tier ist der Staat. Eigentlich gehören beide zusammen. Wer heute noch wählen geht, hat eine Ecke ab. Das System ist schon kollabiert. Es ist nicht mehr zeitgemäss und steuert direkt auf die Vernichtung der Erde zu. Lassen wir das System doch weiterstolpern auf der "Scheibenwelt" und sehen genüsslich zu, wie es ohne Warnung am Rand in die Tiefe fällt.

In diesem Sinne:
Ich sollte, muss, werde kündigen, um frei zu sein. Wirklich? Grübel... 

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